1. Ausfahrt hinter der holländischen Grenze scharf rechts
Gerade habe ich gehört, die große Bacall ist gestorben ... was für eine Frau. Die fand ich immer klasse. Ok, sie kam nicht an die für mich absolute Nummer 1 aller Zeiten. Das war für mich Katherine Hepburn.
Gestern ist Robin Williams freiwillig aus dem Leben geschieden, das hat mich, muss ich zugeben, weniger berührt.
Wer meint hinter meinem Rücken über mich lästern zu müssen, steht genau richtig, um mich am Arsch zu lecken!
Mmh, mit verstorbenen Grössen des Show-Biz habe ich so meine Schwierigkeiten...klar, Lauren Bacall war eine Grande Dame des Films, ebenso wie Katherine Hepburn, deren Ableben bedauerlich ist, in Anbetracht des Alters eben dem natürlichen Lauf der Dinge entsprechend.
Robin Williams Tod, bedeutend jünger als Bacall, ebenfalls ein guter Schauspieler und ich maße mir nicht an, nachempfinden zu können, was Depressionen mit und aus einem Menschen machen, habe *nur* die Auswirkungen unmittelbar erlebt und bekomme seit einigen Jahren mit, wie sehr meine Schwester und ihre Familie unter den Depressionen eines Familienmitglieds leidet- zu Suizid habe ich eine relativ harte Einstellung, für den Kranken ist es mit dem Freitod vorbei, für Angehörige und Freunde setzt sich das Leiden schier endlos fort u nd auch wenn ich nur versuchen kann zu erahnen, wie hoch der Leidensdruck sein muss, um Selbstmord als einzige Lösung zu sehen, ist er für mich auch ein Akt der Feigheit.
Jedes Mal, wenn sich dann reihenweise andere Promis und Fans mit rührenden Worten melden, frage ich mich unwillkürlich, ob die weltweit zeitgleich Verstorbenen weniger Wert waren, weil sie ein normales Leben gelebt haben...und warum zum Geier interessiert scheinbar nicht viele, dass voriges Wochenende ein 18-jähriger Junge von einem Polizisten erschossen wurde. Ich weiss, ist ein wenig Äpfel mit Birnen verglichen und dennoch bewegen mich solche Gedanken...
*Star* ist sicher nicht die treffende Bezeichnung für den gestern verstorbenen Peter Scholl-Latour, bekannt war er, fast 70 Jahre lang Journalist, Buchautor und über viele Jahre der einzig medial populäre Nahost-Experte, ein (studierter) Kenner des Islam und der Arabistik.
Während der letzten Jahre erschien er mir in Interviews oder Talkrunden oft merkwürdig in seinen Ansichten, die vermutlich altersbedingt verwaschene Sprache machte es nicht leicht, seinen Aussagen zu folgen. Interessant und zum Nachdenken anregend fand ich besonders seine diversen, intensiv recherchierten Reportagen sowie Dokumentationen zu vielfältigen Themen und Länder des Nahen und Fernen Ostens.
Man mag ihn unterschiedlich und kritisch gesehen haben: Ein langes, bewegtes Leben ist zu Ende- RIP, Peter Scholl-Latour.
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Diesmal ist es ein echter Verlust ... zumindest für mich: Horst Schlämmer wird von uns gehen.
Ich vermag Hape Kerkelings Qual ja rein verstandsmäßig nachvollziehen können (stinkiger Schnurrbart, juckende Perücke und drückende Zähne) ... aber das kann er mir doch nicht antun
Wer meint hinter meinem Rücken über mich lästern zu müssen, steht genau richtig, um mich am Arsch zu lecken!
Hehe, wie wohltuend unterschiedlich doch Eindrücke von Personen, *Stars* oder eben Kunstfiguren wie Horst Schlämmer ausfallen- trotz der Kenntnis um die Überzeichnung des Charakters fand ich in stets peinlich und unangenehm, ob er nun weiter agiert oder von HP Kerkeling zur *ewigen Ruhe* gebettet wird, ist mir deshalb ziemlich .
Jo, mag sein, dass es mir nur so vorkommt, habe aber seit Jahren das Gefühl, dass sich um Weihnachten und zwischen den Jahren die Todesfälle bekannter Personen häufen...
Bei Udo Jürgens war ich sehr überrascht, der wirkte nie wie 80 und total fit und gesund, aber er hatte wohl einen gnädigen Tod und das ist mehr als vielen anderen beschieden ist und Joe Cocker hat sich offenbar selbst gewundert, dass er die 70-er Jahre überlebt hat, insofern hat er trotz früherer Alkohol- und Drogeneskapaden relativ lange überlebt, an ihn werde ich mich als den Mann mit der einzigartigen Stimme und den merkwürdigen Bewegungen erinnern. Der Boxtrainer war ja noch relativ jung, allerdings schon länger mit gesundheitlichen Problemen behaftet.
Nun hat auch *Mr. Spock* die Ebenen gewechselt- obwohl ich kein ausgesprochener *Enterprise*-Fan war/ bin, hat Leonard Nimoy als der Halb-Vulkanier mit den sonderbar geformten Ohren und dem eindruckvollem Hochziehen einer Augenbraue ein Stück meiner Kindheit begleitet und wird als eben *Mr. Spock* unsterblich bleiben, auch wenn es lange dauerte, bis der Schauspieler, Regisseur, Fotograf und Autor sich damit arrangieren konnte, auf diese Figur reduziert zu werden, da er diverse Talente und Fähigkeiten hatte und auch politisch engagiert war.
Eine Lungenerkrankung hat seinem Leben ein Ende gesetzt.
RIP, Mr. Nimoy. Um es auf *vulkanisch* zu sagen: *Live long and proper*.
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Für mich ist und bleibt Mr Spock auch einer der ersten, die meinen Sinn für trockenen Humor geformt und geprägt haben. Irgendwie ist er der einzig erträgliche aus der alten Enterprise-Staffel.
Klar, er hatte ein gutes Alter und somit würde er wohl auch trocken bemerken, dass es Zeit ist sich vom irdischen Körper zu verabschieden, wenn er zu zerfallen beginnt ... aber es tut mir leid um ihn.
Rest in peace, Mr. Spock.
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Pierre Brice, der *Winnetou* meiner Kindheit ist heute an den Folgen einer Lungenentzündung im Alter von 86 Jahren in einer Klinik bei Paris gestorben- als mich diverse Apps darüber informierten, war ich traurig- wieder einer der Kindheits-Begleiter weniger, auch wenn die meisten *Winnetou*-Filme bereits gedreht waren, er, bzw- die Figur, mit der Brice sein ganzes Leben verbunden wurde, war gegenwärtig, nicht ausschliesslich im TV, sondern auch unzähligen, bis zum Abwinken von meiner Schwester und mir gehörten LP´s und im Gegensatz zu anderen, die mit durch eine prägende Filmrolle identifiziert wurde, schien er damit kein Problem zu haben.
Womöglich hat *Winnetou* einen gewissen Anteil an meiner Affinitiät zu Männern mit dunklen, längeren Haaren, wer weiss .
*Winnetou* war wohl das erste Ziel meiner kindlichen Verliebtheit und ich habe bei jeder Wiederholung seinen Filmtod beweint. Das mache ich jetzt nicht, sage aber aufrichtig für viele schöne Fernseh- und Hörstunden und *Ruhe in Frieden* in den ewigen Jagdgründen, Pierre Brice.
Wir alle sind wohl aufgewachsen mit dem ewig guten Winnetou. Ich gebe zu, der Filmtod hat mich oft ans Weinen gebracht, der Tod des Schauspielers nicht, denn er hat ein schönes Alter erreicht und er wirkte mit sich und seinem Leben zufrieden.
Leb wohl Winnetou ... Pierre Brice.
Wer meint hinter meinem Rücken über mich lästern zu müssen, steht genau richtig, um mich am Arsch zu lecken!
Mich hats auch traurig gestimmt... Ich dachte nach und da kam so einiges hoch... wie ich die Filme das erste mal mit meinem Opa anschauen durfte... oder auch das letzte mal das wir sie zusammen schauten (da lagen viele Jahre dazwischen... erst wusste ich nicht so wirklich was ich da sah... am Ende wusste er es nicht mehr so wirklich)... ich erinnerte mich, dass ich wegen Haut- und Haarfarbe mal mit dem Namen gehänselt wurde... und noch ein paar Dinge mehr.
Hee Winnetou... möge sich Bik’egu’in Dán dir annehmen...
Ob nun Egon Bahr ein *Star* war, lasse ich dahin gestellt- mit ihm jedenfalls ist ein weiterer der grossen, alten Männer der SPD *gegangen*, der SPD, die ihren Namen damals noch zurecht trug, im Gegensatz zu heute.
Bahr hat massgeblich an der Entspannung des Verhältnis´ zu Russland und der früheren DDR mitgewirkt, galt als enger Vertrauter und rechte Hand Willy Brandts und insbesondere als einer der frühen und führenden Friedenspolitiker. Er war es, der den Leitgedanken *Wandel durch Annäherung* nicht nur prägte, sondern lebte und dadurch wesentlich zur Entspannung in der Ostpolitik beitrug.
93 Jahre war er, als er in der vorigen Nacht einem Herzinfarkt erlag- Danke, Egon Bahr. RIP.
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Irgendwie hat man den Eindruck, dass Politiker früher ehrlicher am Wohl Deutschlands interessiert waren, dass sie aufrechter und weniger bestechlich bzw. wirtschaftlich orientiert waren als heute. Natürlich mag es auch nur so erscheinen.
Aber ich ziehe auch den nicht vorhandenen Hut vor einem der alten deutschen Politiker.
Wer meint hinter meinem Rücken über mich lästern zu müssen, steht genau richtig, um mich am Arsch zu lecken!